B301 Ausbau
Lokalpolitik
Ausbau der B301 im Süden der Hopfenstadt wird Anfang August in Angriff genommen
Mainburg. Es waren ehrgeizige Pläne, die da schon auf dem Tisch lagen. Mit nicht weniger als drei Kreisverkehren und der Begradigung der S-Kurve am ehemaligen Bahnübergang sollte die Verkehrssituation auf der viel befahrenen B 301 im Süden der Hopfenstadt nachhaltig verbessert werden. Geblieben ist zwar die Entschärfung der S-Kurve, von den Kreiseln kann aber kein einziger realisiert werden. Die Enttäuschung darüber ist am Ratstisch nach wie vor groß.
Die beiden Kreisverkehre an der Industriestraße bei der Firma Wolf und am Auffahrast zur Staatsstraße 2049 fielen dem Veto des Staatlichen Bauamtes zum Opfer. Zu geringes Verkehrsaufkommen, hieß es zur Begründung aus Landshut. Der Kreisel an der Zufahrt zum Gewerbegebiet Straßäcker scheiterte letztendlich an der mangelnden Verkaufsbereitschaft zweier Grundstücksbesitzer.
Mit seiner Meinung über eine der beiden Eigentümer hielt Edgar Fellner (SPD) jetzt im Stadtrat nicht hinter dem Berg. Dieses Verhalten ist alles andere als bürgerfreundlich, wetterte der dritte Bürgermeister und verwies in diesem Zusammenhang auf den einschlägigen Grundgesetzartikel, nach dem Eigentum auch verpflichtet. Vor dem Hintergrund, dass es sich um nicht mehr als etwa 250 Quadratmeter handelte und die besagte Grundstücksbesitzerin auch noch Teile des ehemaligen Bahndamms erwerben konnte, konnte Fellner nur mit dem Kopf schütteln.
Um wenigstens ein wenig Entlastung zu bekommen, insistierte Fellner noch einmal auf den Bau einer Ampel, um die Einfahrt von Straßäcker her auf die B 301 zu regeln. Gleiches mahnte Bernd Friebe (Freie Wähler) an. Er erinnerte daran, dass aus dem Gewerbegebiet nach der für Herbst 2011 geplanten Öffnung eines neuen Verbrauchermarktes mit einem viel höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen sein wird.
Beim Staatlichen Bauamt lässt man sich allerdings bis dato nicht dazu bewegen, eine Ampel hinzustellen. In Landshut verschanzt man sich vielmehr hinter den Daten einer Verkehrszählung, nach denen eine Lichtzeichenanlage an dieser Stelle nicht notwendig ist. Auf dieses spätestens mit der Öffnung des Verbrauchermarktes veraltete Zahlenmaterial zu verweisen, hält Friebe für kontraproduktiv. Man darf das nicht auf die leichte Schulter nehmen, die weitere Entwicklung in dem Gewerbegebiet ist doch schon jetzt absehbar, betonte er.
Das war das Stichwort für Bürgermeister Josef Reiser (SLU), der ebenfalls eine Ampel befürwortet: Wir werden in dieser Sache nicht nachgeben. Ein Hoffnungsschimmer bleibt allerdings. Denn die Planungen sehen vor, die entsprechenden Leerrohre für eine Ampelanlage bereits jetzt zu verlegen.
Einstimmig verabschiedeten die Ratsmitglieder schließlich die Vereinbarung der Stadt über den Ausbau des rund 1,6 Kilometer langen Abschnitts der B 301 am südlichen Ortsende. Von den kalkulierten Baukosten in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Euro wird die Kommune rund 450 000 Euro zu tragen haben. Nachdem die Ausschreibungen schon auf dem Weg sind, werden die Bauarbeiten Anfang August beginnen. Wenn nichts dazwischenkommt ist mit der Fertigstellung des Streckenabschnitts Mitte Dezember zu rechnen.
Gebaut wird der Geh- und Radweg von der Einmündung Beslmühle bis zur Auhofstraße, im wesentlichen auf dem ehemaligen Bahndamm, und im weiteren Verlauf von der Industriestraße bis südlich der Einmündung Auhof-West mit den notwendigen Überquerungshilfen. Neu gebaut wird die Einmündung zum Gewerbegebiet Auhof-Nord einschließlich einer Abbiegespur mit einer Verbreiterung des Querschnitts der B 301.
Die Auer Straße wird mit einer Linksabbiegespur an die B 301 angebunden, in diesem Bereich schließt auch die Gemeindeverbindungsstraße nach Aufhausen an. Alle diese Maßnahmen gehen voll auf das Konto der Stadt.
Gemeinsam errichten das Straßenbauamt und die Kommune eine Linksabbiegespur auf der Bundesstraße an der Einmündung zur Industriestraße. Die Kosten hierfür trägt zu gut drei Viertel der Bund. Dieser zahlt auch allein die Begradigung der Bundesstraße am ehemaligen Bahnübergang sowie die Oberbauverstärkungen zwischen der Einmündung Straßäcker und Industriestraße.
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